Microsoft SQL Server 2000 Desktop Engine (MSDE 2000), Version A

13. Oktober 2003

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Inhalt

1.0 Einführung

    1.1 MSDE 2000-Dokumentation

    1.2 Weitere Informationen zu MSDE 2000, Version A

2.0 Downloaden und Extrahieren von MSDE 2000, Version A

3.0 Installieren von MSDE 2000, Version A

    3.1 Dokumentation zum Setupprogramm von MSDE 2000

    3.2 Installationsvoraussetzungen

    3.3 Beenden von Diensten vor der Installation von MSDE 2000, Version A

    3.4 Installieren von MSDE 2000, Version A

        3.4.1 Überprüfen der Version von Microsoft Data Access Components

        3.4.2 Überlegungen zur Sicherheit für MSDE 2000, Version A

        3.4.3 Setupparameter für MSDE 2000

        3.4.4 Installationsbeispiele für MSDE 2000, Version A

    3.5 Neustarten der Dienste

4.0 Anmerkungen zur Dokumentation

    4.1 Desktop Engine-Erweiterungen

        4.1.1 Erweiterte Fehlermeldungen für verteilte Abfragen

        4.1.2 Änderungen der Debuggingfunktionalität

    4.2 Erweiterungen bei der Replikation

        4.2.1 UPDATE-Anweisungen für eindeutige Spalten bei der Transaktionsreplikation

        4.2.2 Einschränkung bei nicht eindeutigen gruppierten Indizes

        4.2.3 Anforderungsänderungen für das Anfügen oder Wiederherstellen einer Replikationsdatenbank

    4.3 Erweiterungen des SQL Server-Agents

        4.3.1 Protokollierung von Kontoinformationen durch den SQL Server-Agent

        4.3.2 Berechtigungsüberprüfung für den SQL Server-Agent

        4.3.3 MAPI-Profile für SQL Agent Mail

    4.4 DB-Library und Embedded SQL für C

1.0 Einführung

Microsoft SQL Server 2000 Desktop Engine (MSDE 2000), Version A, ist eine downloadbare Version von MSDE 2000 mit einem neuen Endbenutzer-Lizenzvertrag (End-User License Agreement, EULA), der Benutzern andere Rechte als frühere MSDE 2000-Lizenzen einräumt.

Nach dem Downloaden und Extrahieren der Dateien von MSDE 2000, Version A, verwenden Sie das Desktop Engine-Setupprogramm, um Instanzen von MSDE 2000, Version A, zu installieren. Das Desktop Engine-Setupprogramm (setup.exe) ist ein Befehlszeilenprogramm, das nicht über eine Benutzeroberfläche verfügt. Zum Angeben der Installationsoptionen verwenden Sie stattdessen Befehlszeilenoptionen oder eine INI-Datei.

Nach der Installation weist MSDE 2000, Version A, dieselbe Funktionalität wie MSDE 2000 Service Pack (SP) 3a auf. MSDE 2000, Version A, und MSDE 2000 SP3a weisen die folgenden Unterschiede auf:

MSDE 2000, Version A, enthält dieselben Problembehebungen wie MSDE 2000 SP3a, einschließlich der Problembehebungen für Probleme, die im Zusammenhang mit dem Slammer-Wurm aufgetreten sind. Es ist nicht notwendig, MSDE 2000 SP3a auf MSDE 2000, Version A, anzuwenden oder MSDE 2000 SP3a oder SP3 auf MSDE 2000, Version A, zu aktualisieren.

MSDE 2000, Version A, gibt dieselben Versionsinformationen wie MSDE 2000 SP3a zurück. @@VERSION und SERVERPROPERTY('ProductVersion') geben als Buildnummer 8.00.760 zurück. SERVERPROPERTY('ProductLevel') gibt SP3 zurück. @@VERSION und SERVERPROPERTY('Edition') geben als Edition Desktop Engine zurück.

[Anfang]

1.1 MSDE 2000-Dokumentation

Die SQL Server 2000-Onlinedokumentation ist die wichtigste Dokumentation für MSDE 2000. Die aktuelle Version der Onlinedokumentation enthält aktualisierte Informationen zu MSDE 2000. Sie finden die aktuellen Versionen der Onlinedokumentation an den folgenden Speicherorten:

Im Juli 2003 wurde die Onlinedokumentation aktualisiert, so dass sie nun eine Beschreibung des mit MSDE 2000 SP3a eingeführten Verhaltens enthält. Diese Dokumentation gilt auch für MSDE 2000, Version A, und ist derzeit nur in der MSDN Library verfügbar.

Weitere Informationen zu MSDE 2000 werden in eine neue Aktualisierung der SQL Server 2000-Onlinedokumentation eingeschlossen, die im Dezember 2003 auf der Onlinedokumentation-Downloadsite und im Januar 2004 in der MSDN Library zur Verfügung gestellt wird. Diese Aktualisierung erhält den Namen "SQL Server 2000-Onlinedokumentation (aktualisiert - 2004)".

Weitere Informationen zu MSDE 2000 stehen darüber hinaus auf der Microsoft MSDE 2000-Website zur Verfügung.

Da die Funktionalität von MSDE 2000, Version A, mit der Funktionalität von MSDE 2000 SP3a identisch ist, gelten Dokumentationsverweise auf MSDE 2000 SP3a gleichermaßen für MSDE 2000, Version A. Hiervon ausgenommen sind die folgenden MSDE 2000 SP3a-Features, die in MSDE 2000, Version A, nicht unterstützt werden:

In allen SQL Server 2000-Dokumentationen gelten Verweise auf die Komponenten von MSDE 2000 (das Datenbankmodul, Clientkonnektivitätskomponenten und Programmierungs-APIs für Datenbanken, Replikation und Data Transformation Services) auch für MSDE 2000, Version A. Hiervon ausgenommen sind Verweise auf Features, die nicht Bestandteil von MSDE 2000 sind.

Die zu MSDE 2000, Version A, gehörende Version von Setup.exe installiert die Datei readme.txt aus der Originalversion von SQL Server 2000. Die Informationen in dieser Kopie von readme.txt sind für MSDE 2000, Version A, ohne Bedeutung. Verwenden Sie für MSDE 2000, Version A, stattdessen die Infodatei ReadmeMSDE2000A.htm.

Verfügbarkeit aktualisierter SQL Server-Beispiele

Die Beispiele für das SQL Server 2000-Datenbankmodul wurden für SP3 und SP3a aktualisiert. Diese aktualisierten Beispiele stehen auf dieser Microsoft-Website zur Verfügung. Alle Beispiele, die auf die in MSDE 2000 enthaltenen Komponenten von SQL Server 2000 verweisen (das Datenbankmodul, Clientkonnektivitätskomponenten und Programmierungs-APIs für Datenbanken, Replikation und Data Transformation Services) gelten auch für MSDE 2000, Version A. Hiervon ausgenommen sind Beispiele, die auf Features verweisen, die in MSDE 2000 nicht unterstützt werden.

[Anfang]

1.2 Weitere Informationen zu MSDE 2000, Version A

Alle Informationen zu MSDE 2000, Version A, die nicht rechtzeitig verfügbar waren, um in diese Infodatei aufgenommen zu werden, werden im Microsoft Knowledge Base-Artikel 829925 veröffentlicht.

MSDE 2000, Version A, enthält alle Problembehebungen, die in MSDE 2000 SP3a bereitgestellt wurden. Der Microsoft Knowledge Base-Artikel 306908 enthält eine Liste der in SQL Server 2000 SP3a enthaltenen Problembehebungen.

QFE-Problembehebungen

MSDE 2000, Version A, umfasst alle veröffentlichten SQL Server 2000 SP2-Sicherheitsbulletins, die in MSDE 2000 SP3a aufgegriffen wurden.

Wenn Sie ein MSDE 2000-Hotfix nach dem 14. Oktober 2002 erhalten haben, ist dieses Hotfix vermutlich nicht in MSDE 2000, Version A, enthalten. Setzen Sie sich mit Ihrem Hauptanbieter für technischen Support in Verbindung, um den entsprechenden Hotfix für MSDE 2000, Version A, zu erhalten.

Aktualisierungen von Servertools für SQL Server CE

Sie sollten darüber hinaus die Serverreplikationskomponenten auf Servern mit Microsoft Internetinformationsdienste (IIS) aktualisieren, wenn Sie beabsichtigen, Replikationstopologien aufzubauen, die Folgendes enthalten:

Ein aktualisiertes Installationsprogramm für SQL Server CE-Servertools steht auf dieser Microsoft-Website zur Verfügung.

[Anfang]

2.0 Downloaden und Extrahieren von MSDE 2000, Version A

MSDE 2000, Version A, wird in Form der downloadbaren, selbstextrahierenden Datei MSDE2000A.exe zur Verfügung gestellt. Führen Sie die Datei MSDE2000A.exe nach dem Download auf Ihrem Computer aus, um einen Satz von Ordnern und Dateien auf dem Datenträger oder einer Netzwerkfreigabe zu erstellen. Nach dem Extrahieren der Datei können Sie MSDE 2000, Version A, von den Ordnern auf dem Datenträger installieren.

Halten Sie sich beim Downloaden und Extrahieren der Installationsdateien von MSDE 2000, Version A, an die folgenden Richtlinien:

Anmerkung  Bei einigen Dateien von MSDE 2000 handelt es sich um Systemdateien. Um die Systemdateien anzuzeigen, klicken Sie in Windows-Explorer im Menü Extras auf Ordneroptionen. Klicken Sie auf die Registerkarte Ansicht, und aktivieren Sie dann die Option Alle Dateien und Ordner anzeigen.

Downloaden von MSDE 2000, Version A

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um MSDE 2000, Version A, zu downloaden:

Extrahieren der Installationsdateien für MSDE 2000, Version A

Nach dem Downloaden von MSDE2000A.exe oder LLL_MSDE2000A.exe müssen Sie die Installationsdateien für MSDE 2000, Version A, extrahieren:

[Anfang]

3.0 Installieren von MSDE 2000, Version A

Halten Sie sich an die Anweisungen in den folgenden Abschnitten, um MSDE 2000, Version A, zu installieren.

Vor dem Installieren von MSDE 2000, Version A

Wenn Ihre Instanz von MSDE 2000, Version A, von einer Anwendung verwendet wird, sollten Sie sich zuerst mit dem Anwendungsanbieter in Verbindung setzen oder die Anwendungsdokumentation prüfen, um sicherzustellen, dass die Anwendung mit MSDE 2000, Version A, ausgeführt werden kann.

Wenn Sie versuchen, eine neue Instanz von MSDE 2000, Version A, über eine Terminaldiensteverbindung zu installieren, können Probleme auftreten. Falls Probleme auftreten, sollten Sie einen Neustart des Setupprogramms vom lokalen Computer aus vornehmen, ohne Terminaldienste zu verwenden.

[Anfang]

3.1 Dokumentation zum Setupprogramm von MSDE 2000

Die Dokumentation zum Desktop Engine-Setupprogramm finden Sie in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation. In der aktuellsten Version der SQL Server 2000-Onlinedokumentation in der MSDN Library ist das Verhalten des Desktop Engine-Setupprogramms von MSDE 2000, Version A, dokumentiert. Weitere Informationen finden Sie unter "Customizing Desktop Engine Setup.exe".

In "Customizing Desktop Engine Setup.exe" ist die Funktionalität der in MSDE 2000 SP3a enthaltenen Version von Setup.exe dokumentiert. Da MSDE 2000, Version A, dieselbe Version von Setup.exe einschließt, jedoch keine Unterstützung für Aktualisierungen bietet, finden Sie in diesem Artikel Beschreibungen der folgenden Optionen und Parameter, die von MSDE 2000, Version A, nicht unterstützt werden: UPGRADE, UPGRADEUSER, UPGRADEPWD oder /upgradesp.

Dieses Thema wird in der im Januar 2004 veröffentlichten Version von MSDN aktualisiert. Weitere Informationen zu dieser Aktualisierung der SQL Server 2000-Onlinedokumentation finden Sie unter 1.1 MSDE 2000-Dokumentation.

In früheren Versionen von "Customizing Desktop Engine Setup.exe", z. B. der Version, die in der ursprünglichen Version der SQL Server 2000-Onlinedokumentation enthalten ist, wird das Verhalten der ursprünglichen Version des Desktop Engine-Setupprogramms beschrieben, das sich jedoch von dem Verhalten der in MSDE 2000, Version A, enthaltenen Version des Desktop Engine-Setupprogramms unterscheidet.

[Anfang]

3.2 Installationsvoraussetzungen

Ihr Computer muss die Hardware- und Softwareanforderungen für SQL Server 2000 erfüllen, bevor Sie versuchen, MSDE 2000, Version A, zu installieren.

Hardwareanforderungen

In dieser Tabelle sind die Hardwareanforderungen für die Installation und Ausführung von MSDE 2000 aufgeführt.

Hardware Mindestanforderungen
Computer Intel Pentium oder kompatibler Computer mit 166 MHz oder höher
Arbeitsspeicher (RAM) 128 MB unter Windows XP

64 MB (Minimum) unter Windows 2000

32 MB (Minimum) für alle anderen Betriebssysteme

Festplattenspeicherplatz 44 MB
Laufwerk CD-ROM-Laufwerk

Für MSDE 2000 gibt es keine Hardwarekompatibilitätsliste (Hardware Compatibility List, HCL). Wenn Ihr Computer die in der vorausgehenden Tabelle aufgelisteten Mindestanforderungen erfüllt, kann MSDE 2000 auf der Hardware ausgeführt werden, die für die Verwendung mit dem Microsoft Windows-Betriebssystem zertifiziert ist. Weitere Informationen zu der für die Verwendung mit dem Windows-Betriebssystem zertifizierten Hardware finden Sie in der Microsoft Windows-HCL auf dieser Microsoft-Website.

Betriebssystemanforderungen

Um MSDE 2000 verwenden zu können, muss eines der folgenden Betriebssysteme installiert sein:

Software- und Systemanforderungen

Für MSDE 2000 muss Microsoft Internet Explorer, Version 5.0 oder höher, installiert sein. Eine minimale Installation ist ausreichend, und Internet Explorer muss nicht der Standardbrowser sein.

Ausgenommen unter Windows 98 und Windows Millennium Edition muss die Datei- und Druckerfreigabe aktiv sein, um das Desktop Engine-Setupprogramm ausführen zu können. So überprüfen Sie die Einstellung:

  1. Doppelklicken Sie in der Systemsteuerung auf Netzwerkverbindungen.
  2. Klicken Sie im Menü Erweitert auf Erweiterte Einstellungen.
  3. Stellen Sie sicher, dass auf der Registerkarte Netzwerkkarten und Bindungen die Option Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft-Netzwerke aktiviert ist.

Die Installation von MSDE 2000, Version A, schlägt fehl, wenn für eine der folgenden Sicherheitsrichtlinien die Option Installation nicht zulassen (bzw. Installation nicht erlauben) festgelegt wurde.

Wenn Sie die Einstellung Installation nicht zulassen (bzw. Installation nicht erlauben) verwenden, müssen Sie sie vor der Installation von MSDE 2000, Version A, in Ohne Warnung annehmen (bzw. Ohne Warnung akzeptieren) ändern. Bei Bedarf können Sie nach Abschluss der Installation die früheren Einstellungen der Richtlinie wiederherstellen.

Anmerkung  Die Einstellung Installation nicht zulassen (bzw. Installation nicht erlauben) ist nicht die Standardeinstellung für diese Sicherheitsrichtlinien.

So legen Sie diese Richtlinien fest:

  1. Doppelklicken Sie in der Systemsteuerung auf Verwaltung.
  2. Doppelklicken Sie auf Lokale Sicherheitsrichtlinie.
  3. Erweitern Sie Lokale Richtlinien.
  4. Wählen Sie Sicherheitsoptionen aus.
  5. Stellen Sie vor der Installation von MSDE 2000, Version A, sicher, dass die folgende Option im rechten Fensterbereich auf Ohne Warnung annehmen (bzw. Ohne Warnung akzeptieren) festgelegt ist:

Wenn Sie MSDE 2000, Version A, auf einem Computer unter Windows NT 4.0 SP6a installieren, müssen Sie zuvor den im Microsoft Knowledge Base-Artikel 258437 beschriebenen Hotfix anwenden.

Bevor Sie MSDE 2000, Version A, unter der französischen Version von Windows NT 4.0 installieren, müssen Sie die Anweisungen im Knowledge Base-Artikel 259484 befolgen.

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3.3 Beenden von Diensten vor der Installation von MSDE 2000, Version A

Sie können MSDE 2000, Version A, installieren, ohne Dienste herunterzufahren. Wenn Sie keine Dienste herunterfahren, werden Sie nach Beendigung des Setupprogramms jedoch zum Neustart des Computers aufgefordert. Ohne einen Neustart des Computers werden die folgenden Dienste nicht gestartet:

Wenn Sie diese Dienste und Anwendungen vor der Ausführung des Setupprogramms beenden, ist es eventuell nicht nötig, nach der Installation von MSDE 2000, Version A, einen Neustart des Computers vorzunehmen.

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3.4 Installieren von MSDE 2000, Version A

Führen Sie das Desktop Engine-Setupprogramm aus, um MSDE 2000, Version A, zu installieren. Unter 3.4.4 Installationsbeispiele für MSDE 2000, Version A finden Sie Beispiele für typische Installationsverfahren.

Sie können bis zu 16 Kopien, bzw. Instanzen, von MSDE 2000 und des SQL Server 2000-Datenbankmoduls auf demselben Computer installieren. Die erste Instanz hat keinen Instanznamen und wird als Standardinstanz bezeichnet. Die übrigen 15 Instanzen müssen eindeutige Instanznamen aufweisen und werden benannte Instanzen genannt. Wenn Sie eine neue Instanz von MSDE 2000, Version A, installieren, sollten Sie das Desktop Engine-Setupprogramm mit dem Parameter INSTANCENAME ausführen, um den Namen einer benannten Instanz angeben zu können. Wenn Sie keinen Instanznamen angeben, versucht das Setupprogramm, eine Standardinstanz zu installieren. Instanznamen müssen den Regeln folgen, die auf dieser Microsoft-Webseite angegeben sind.

Verwenden Sie bei der Installation von MSDE 2000, Version A, nicht den Namen einer vorhandenen Instanz von MSDE 2000 oder SQL Server 2000. So ermitteln Sie die auf einem Computer vorhandenen Instanzen:

  1. Klicken Sie in Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf Arbeitsplatz, und klicken Sie dann auf Verwalten.
  2. Erweitern Sie Dienste und Anwendungen.
  3. Klicken Sie auf Dienste.

Eine Standardinstanz wird im rechten Fensterbereich als Dienst mit dem Namen MSSQLSERVER aufgeführt. Benannte Instanzen werden als Dienste mit dem Namen MSSQL$Instanzname aufgelistet, wobei Instanzname dem Namen der Instanz entspricht.

Mit MSDE 2000, Version A, können nur neue MSDE 2000-Instanzen installiert werden. Verwenden Sie MSDE 2000, Version A, nicht für die Aktualisierung von Instanzen, die frühere Versionen von MSDE 2000 ausführen. Wenn Sie das Desktop Engine-Setupprogramm von MSDE 2000, Version A, ausführen, dürfen Sie die folgenden Optionen oder Parameter nicht verwenden: UPGRADE, UPGRADEUSER, UPGRADEPWD oder /upgradesp. Verwenden Sie SQL Server 2000 SP3a, um bestehende MSDE 2000-Instanzen auf MSDE 2000 SP3a zu aktualisieren. Weitere Informationen zu Aktualisierungen finden Sie im Abschnitt 1.0 Einführung.

Starten Sie das Desktop Engine-Setupprogramm immer durch Ausführen der Datei Setup.exe. Versuchen Sie nicht, MSDE 2000 zu installieren, indem Sie eine der MSI-Dateien für MSDE 2000 direkt aufrufen, z. B. durch Doppelklicken auf eine dieser MSI-Dateien. Sie müssen zum Installieren oder Aktualisieren einer MSDE-Instanz immer das Setupprogramm von der Befehlszeile ausführen und Parameter angeben.

Sie können das Desktop Engine-Setupprogramm von der Festplatte, von einer Netzwerkfreigabe oder von einer CD-ROM ausführen. Wenn Sie Ihre eigene CD-ROM für die Installation von MSDE 2000, Version A, erstellen, muss die Volumebezeichnung der CD-ROM SQL2KSP3 lauten. Wenn Sie als unabhängiger Softwareanbieter (Independent Software Vendor, ISV) eine CD-ROM erstellen, um MSDE 2000, Version A, als Komponente Ihrer Anwendung zu vertreiben, muss die Volumebezeichnung der CD-ROM mit dem Wert der VolumeLabel-Eigenschaft in der Medientabelle des Windows Installer-Pakets (*.msi) übereinstimmen.

Sie können das Update für Desktop Engine nur von einer CD-ROM installieren, wenn Sie Windows Installer, Version 2.0.2600.0 oder höher, verwenden. Wenn Sie Windows Installer aktualisieren müssen, schließt MSDE 2000, Version A, die notwendigen Dateien zum Aktualisieren von Windows Installer ein.

So aktualisieren Sie Windows Installer

  1. Wechseln Sie in Windows-Explorer zum Ordner \MSDE\MSI innerhalb der Ordnerstruktur, die Sie aus MSDE2000A.exe extrahiert haben.
  2. Führen Sie unter Windows 98 und Windows Millennium Edition die Datei InstMsi20.exe aus. Führen Sie unter Windows 2000, Windows XP und Windows 2003 die Datei InstMsiW20.exe aus.
  3. Starten Sie den Computer neu, wenn Sie dazu aufgefordert werden.

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3.4.1 Überprüfen der Version von Microsoft Data Access Components

MSDE 2000, Version A, enthält Aktualisierungen für Microsoft Data Access Components (MDAC). Wenn Sie MSDE 2000, Version A, installieren, wird MDAC 2.7 SP1a ebenfalls installiert, es sei denn, das Setupprogramm stellt fest, dass bereits dieselbe oder eine aktuellere Version von MDAC vorhanden ist.

Unter drei Bedingungen sollten Sie eine zusätzliche Installation der MDAC-Komponenten vor der Installation von MSDE 2000, Version A, in Erwägung ziehen:

Weitere Informationen zu MDAC 2,7 SP1 finden Sie auf der Seite Microsoft Data Access Downloads. Weitere Informationen zu MDAC-Versionen finden Sie im Knowledge Base-Artikel 822758. Die in MDAC 2.7 SP1a enthaltenen Problembehebungen sind im Knowledge Base-Artikel 326848 dokumentiert.

[Anfang]

3.4.2 Überlegungen zur Sicherheit für MSDE 2000, Version A

Wenn keine Anwendung auf einem anderen Computer eine Verbindung zur Ihrer Instanz von MSDE 2000 herstellen muss, ist für diese Instanz keine Netzwerkunterstützung erforderlich, und es empfiehlt sich, diese nicht verwendeten Ressourcen zu deaktivieren. Standardmäßig wird die Netzwerkunterstützung vom Desktop Engine-Setupprogramm nicht aktiviert, wenn neue Instanzen von MSDE 2000, Version A, installiert werden. Mithilfe des Parameters DISABLENETWORKPROTOCOLS=0 können Sie die Netzwerkunterstützung während der Installation aktivieren. Wenn Sie die Netzwerkunterstützung während der Installation einer Instanz von MSDE 2000, Version A, deaktivieren, können Sie die Instanz auch später noch neu konfigurieren, um die Netzwerkunterstützung zu aktivieren. Weitere Informationen zum Deaktivieren und Wiederherstellen des Netzwerkzugriffs finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 814130.

Standardmäßig wird mit dem Desktop Engine-Setupprogramm nur dann eine neue MSDE 2000-Instanz installiert, wenn Sie den Parameter SAPWD verwenden, um ein sicheres Kennwort für den Benutzer sa anzugeben. Sie sollten dem Benutzer sa immer ein sicheres Kennwort zuweisen, es sei denn, für die Anwendung, die die MSDE-Instanz verwendet, ist aus bestimmten Gründen ein leeres Kennwort notwendig. Auch wenn die MSDE 2000-Instanz die Windows-Authentifizierung verwendet, wird das Kennwort für den Benutzer sa bei einem Wechsel der Instanz in den gemischten Modus sofort aktiv. Ein leeres, einfaches oder bekanntes Kennwort für sa kann für unbefugte Zugriffe verwendet werden. Wenn Sie vor dem Aktualisieren der MSDE 2000-Instanz auf SP3a ein sicheres Kennwort für sa zuweisen möchten, sollten Sie den Microsoft Knowledge Base-Artikel 322336 lesen.

Weitere Informationen zu sicheren Kennwörtern finden Sie unter Sicherheitsregeln in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation.

Zur Erhöhung der Sicherheit empfiehlt es sich, möglichst immer die Windows-Authentifizierung für Ihre Installation von MSDE 2000 zu verwenden. Ziehen Sie in den folgenden Fällen einen Wechsel vom gemischten Modus zum Windows-Authentifizierungsmodus in Betracht:

Weitere Informationen zum Wechsel vom gemischten Modus in den Windows-Authentifizierungsmodus für eine MSDE 2000-Instanz finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 322336.

[Anfang]

3.4.3 Setupparameter für MSDE 2000

MSDE 2000 ist so konzipiert, dass es mit Anwendungen vertrieben und vom Setupprogramm der Anwendung installiert werden kann. Das Desktop Engine-Setupprogramm wird normalerweise von einem Setupdienstprogramm einer Anwendung aufgerufen, es kann aber auch von einem Eingabeaufforderungsfenster aus ausgeführt werden. Das Setupprogramm von MSDE 2000 verfügt nicht über eine grafische Benutzeroberfläche. Stattdessen akzeptiert es eine Reihe von Optionen und Parametern, mit denen die auszuführenden Aktionen definiert werden können.

Mit MSDE 2000, Version A, können nur neue MSDE 2000-Instanzen installiert werden. Verwenden Sie MSDE 2000, Version A, nicht für die Aktualisierung von Instanzen, die frühere Versionen von MSDE 2000 ausführen. Wenn Sie das Desktop Engine-Setupprogramm von MSDE 2000, Version A, ausführen, dürfen Sie die folgenden Optionen oder Parameter nicht verwenden: UPGRADE, UPGRADEUSER, UPGRADEPWD oder /upgradesp. Verwenden Sie SQL Server 2000 SP3a, um bestehende MSDE 2000-Instanzen auf MSDE 2000 SP3a zu aktualisieren. Weitere Informationen zu Aktualisierungen finden Sie im Abschnitt 1.0 Einführung.

In dieser Infodatei werden nur die gebräuchlicheren Setupparameter und -optionen behandelt. Eine vollständige Dokumentation aller Optionen und Parameter, die vom Desktop Engine-Setupprogramm unterstützt werden, finden Sie unter "Customizing Desktop Engine Setup.exe" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation. Die Version dieses Themas, die das Verhalten des Desktop Engine-Setupprogramms von MSDE 2000, Version A, beschreibt, finden Sie auf dieser Microsoft-Webseite. Weitere Informationen zur Setupdokumentation finden Sie im Abschnitt 1.1 MSDE 2000-Dokumentation.

Sie müssen die Werte für MSDE-Setupparameter in doppelte Anführungszeichen einschließen, wenn der angegebene Wert Sonderzeichen enthält, wie z. B. Leerzeichen. Andernfalls sind die Anführungszeichen optional.

Für die meisten Installationen von MSDE 2000, Version A, werden nur die folgenden Setupparameter verwendet:

Parameter Beschreibung
SAPWD="SicheresKennwort" Gibt ein sicheres Kennwort an, das dem Administratorbenutzernamen sa zugewiesen werden soll.
INSTANCENAME="Instanzname" Gibt den Namen der Instanz an. Wenn INSTANCENAME nicht angegeben wird, installiert das Setupprogramm eine Standardinstanz.

Zum Anpassen einer Installation werden darüber hinaus häufig die folgenden Parameter verwendet:

Parameter Beschreibung
DISABLENETWORKPROTOCOLS=n Gibt an, ob die Instanz Netzwerkverbindungen von Anwendungen zulässt, die auf anderen Computern ausgeführt werden. Standardmäßig, bzw. wenn Sie DISABLENTWORKPROTOCOL=1 angeben, konfiguriert das Setupprogramm die Instanz so, dass Netzwerkverbindungen nicht zugelassen werden. Geben Sie DISABLENETWORKPROTOCOLS=0 an, um Netzwerkverbindungen zu ermöglichen.
SECURITYMODE=SQL Gibt an, dass die Instanz im gemischten Modus installiert werden soll, in dem die Instanz Benutzernamen sowohl der Windows-Authentifizierung als auch der SQL-Authentifizierung unterstützt.
DATADIR="Pfad_zum_Datenordner" Gibt den Ordner an, in dem das Setupprogramm die Systemdatenbanken, Fehlerprotokolle und Installationsskripts installiert. Der für Pfad_zum_Datenordner angegebene Wert muss mit einem umgekehrten Schrägstrich (\) enden. Bei einer Standardinstanz fügt das Setupprogramm MSSQL\ an den angegebenen Wert an. Bei einer benannten Instanz fügt das Setupprogramm MSSQL$Instanzname\ an, wobei Instanzname dem Wert entspricht, der im Parameter INSTANCENAME angegeben wurde. Das Setupprogramm erstellt drei Ordner am angegebenen Speicherort: einen Datenordner, einen Protokollordner und einen Skriptordner.
TARGETDIR="Pfad_zum_Ordner_für_ausführbare_Dateien" Gibt den Ordner an, in dem das Setupprogramm die ausführbaren Dateien von MSDE 2000 installiert. Der für Pfad_zum_Ordner_für_ausführbare_Dateien angegebene Wert muss mit einem umgekehrten Schrägstrich (\) enden. Bei einer Standardinstanz fügt das Setupprogramm MSSQL\Binn an den angegebenen Wert an. Bei einer benannten Instanz fügt das Setupprogramm MSSQL$Instanzname\Binn an, wobei Instanzname dem Wert entspricht, der im Parameter INSTANCENAME angegeben wurde.

Wenn Sie DISABLENETWORKPROTOCOLS=0 verwenden, um die Netzwerkunterstützung für eine MSDE 2000-Instanz zu aktivieren, verwenden Anwendungen, die über ein Netzwerk eine Verbindung zu der Instanz herstellen, Microsoft Data Access Components (MDAC). Alle Windows-Versionen, die die Verwendung von MSDE 2000 unterstützen, enthalten eine Version der MDAC-Software, die zusammen mit MSDE 2000, Version A, verwendet werden kann. Weitere Informationen zu Netzwerkverbindungen finden Sie auf dieser Microsoft-Webseite.

Verwenden einer INI-Datei

Es gibt zwei Möglichkeiten, die Parameter für das Desktop Engine-Setupprogramm anzugeben:

Wichtig  Wenn Sie während der Installation eine INI-Datei verwenden, vermeiden Sie es, Anmeldeinformationen in der INI-Datei zu speichern.

Im folgenden Beispiel werden die Parameter an der Eingabeaufforderung angegeben:

setup SAPWD="AStrongPassword" INSTANCENAME="InstanceName" TARGETDIR="C:\MyInstanceFolder"

Um das Setupprogramm mit denselben Parametern mithilfe einer INI-Datei auszuführen, verwenden Sie den Editor und erstellen die Datei MyParameters.ini mit folgendem Inhalt:

[Options]
INSTANCENAME="InstanceName"
TARGETDIR="C:\MyInstanceFolder"

Anschließend führen Sie das Setupprogramm mit der Option /settings aus, die auf die INI-Datei verweist:

setup /settings "MyParameters.ini" SAPWD="AStrongPassword"
Anfordern eines Setupprotokolls

Sie benötigen ein ausführliches Protokoll, um zu überprüfen, ob die Installation erfolgreich abgeschlossen wurde, oder um das Debuggen zu vereinfachen, falls Fehler aufgetreten sind.

Um ein ausführliches Protokoll zu generieren, geben Sie /L*v <Protokolldateiname> an. Dabei ist <Protokolldateiname> der Name einer Protokolldatei, in der alle Aktionen des Setupprogramms aufgezeichnet werden. Wenn Sie keinen Pfad als Teil des Namens angeben, wird die Protokolldatei im aktuellen Ordner erstellt. Wenn Sie das Setupprogramm von einer CD-ROM aus ausführen, müssen Sie den vollständigen Pfad zu einem Ordner auf der Festplatte Ihres Computers angeben.

Im folgenden Beispiel wird die Protokolldatei MSDELog.log im Stammverzeichnis des Laufwerks C: erstellt:

setup SAPWD="AStrongSAPassword" /L*v C:/MSDELog.log

Wenn die Installation erfolgreich abgeschlossen wird, wird ein Eintrag ähnlich dem folgenden am Ende des Protokolls angefügt:

=== Logging stopped: 5/16/03  0:06:10 ===
MSI (s) (BC:7C): Product: Microsoft SQL Server Desktop Engine -- Installation operation completed successfully.

Wenn die Installation nicht erfolgreich abgeschlossen wird, wird ein Eintrag ähnlich dem folgenden am Ende des Protokolls angefügt:

=== Logging stopped: 5/15/03  23:50:34 ===
MSI (c) (6A:CE): Product: Microsoft SQL Server Desktop Engine -- Installation operation failed.

Falls die Installation fehlgeschlagen ist, müssen Sie im Fehlerprotokoll nach der Zeichenfolge "value 3" suchen. Innerhalb der nächsten 10 Zeilen finden Sie einen Fehlerhinweis für eine benutzerdefinierte Aktion. Dieser Hinweis enthält zusätzliche Informationen zur Art des Fehlers.

[Anfang]

3.4.4 Installationsbeispiele für MSDE 2000, Version A

Anhand der Beispiele in diesem Abschnitt wird die Durchführung einer Standardinstallation von MSDE 2000, Version A, veranschaulicht.

In den Beispielen wird eine neue Instanz von MSDE 2000, Version A, installiert, deren Konfiguration keine Netzwerkverbindungen zulässt. Wenn die Instanz Verbindungen von Anwendungen auf anderen Computern zulassen muss, geben Sie zusätzlich DISABLENETWORKPROTOCOLS=0 an.

Bei den Instanzen, die mit diesen Beispielen installiert werden, werden für alle Konfigurationselemente, z. B. Dateispeicherorte, Standardwerte verwendet. Die Konfigurationen können mit Setupparametern gesteuert werden, z. B. DATADIR und TARGETDIR. Weitere Informationen zu den Konfigurationsparametern, die Sie für das Setupprogramm angeben können, finden Sie unter "Customizing Desktop Engine Setup.exe" in der SQL Server 2000-Onlinedokumentation. Die Version dieses Themas, die das Verhalten des Desktop Engine-Setupprogramms von MSDE 2000, Version A, beschreibt, finden Sie auf dieser Webseite. Weitere Informationen zur Setupdokumentation finden Sie im Abschnitt 1.1 MSDE 2000-Dokumentation.

So installieren Sie eine neue Desktop Engine-Instanz

  1. Öffnen Sie ein Eingabeaufforderungsfenster.
  2. Verwenden Sie an der Eingabeaufforderung den Befehl cd, um zu dem Ordner zu wechseln, der das Setupdienstprogramm für MSDE 2000, Version A, enthält:
    cd c:\MSDE2000AFolder\MSDE

    Hierbei entspricht c:\MSDE2000AFolder dem Pfad zu dem Ordner, in den Sie die Dateien von MSDE 2000, Version A, extrahiert haben.

  3. Führen Sie einen der folgenden Befehle aus:

Wichtig  Wenn Sie während der Installation eine INI-Datei verwenden, vermeiden Sie es, Anmeldeinformationen in der INI-Datei zu speichern.

Wichtig  Geben Sie immer ein sicheres Kennwort für den Benutzernamen sa an, und zwar auch dann, wenn die Instanz so konfiguriert ist, dass sie den Windows-Authentifizierungsmodus verwendet.

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3.5 Neustarten der Dienste

Nach dem Abschließen des Setupprogramms werden Sie möglicherweise zum Neustarten des Systems aufgefordert. Nach dem Neustart des Systems (oder nachdem das Setupprogramm ohne Anforderung eines Neustarts abgeschlossen wurde) müssen Sie mithilfe der Anwendung Dienste in der Systemsteuerung sicherstellen, dass alle Dienste wieder ausgeführt werden, die Sie vor dem Anwenden des Service Packs beendet haben. Dazu gehören die Dienste MS DTC, Microsoft Search, MSSQLServer, MSSQLServerOLAPService und SQLServerAgent oder ihre instanzspezifischen Äquivalente.

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4.0 Anmerkungen zur Dokumentation

Dieser Abschnitt behandelt Features, die in den letzten Versionen der SQL Server 2000-Onlinedokumentation nicht dokumentiert wurden. Diese Features wurden ursprünglich mit den MSDE 2000-Komponenten als Teil von SQL Server 2000 Service Packs eingeführt, und es wurde noch keine entsprechende Beschreibung zur SQL Server 2000-Onlinedokumentation hinzugefügt. Bei einigen Features werden die Service Packs erwähnt, in denen sie erstmalig eingeführt wurden.

Alle Informationen zu MSDE 2000, Version A, die nicht rechtzeitig verfügbar waren, um in diese Infodatei aufgenommen zu werden, werden im Microsoft Knowledge Base-Artikel 829925 veröffentlicht.

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4.1 Desktop Engine-Erweiterungen

Die folgenden Erweiterungen beziehen sich auf das Datenbankmodul, das mit MSDE 2000, Version A, bereitgestellt wird.

4.1.1 Erweiterte Fehlermeldungen für verteilte Abfragen

Bei verteilten Abfragen gibt MSDE 2000, Version A, Providerfehlerinformationen zusätzlich zu den Serverfehlerinformationen zurück, die von früheren Versionen von MSDE 2000 zurückgegeben wurden. Wenn eine Abfrage zwischen Verbindungsservern zu einem Fehler führt, prüft MSDE 2000, ob der Provider die OLE DB-Schnittstelle IErrorRecords unterstützt. Wenn diese Schnittstelle unterstützt wird, ruft MSDE 2000 die GetErrorInfo-Funktion auf, um weitere Fehlerinformationen vom Provider abzurufen, und gibt diese Informationen im Rahmen der Fehlermeldung an den Benutzer zurück. Wenn die IErrorRecords-Schnittstelle nicht unterstützt wird, ändert sich das Verhalten von MSDE 2000 nicht: MSDE 2000 gibt einen allgemeinen Fehler zurück.

Führen Sie beispielsweise die folgende Abfrage für einen Server aus, der MSDASQL verwendet und daher sql_variant nicht unterstützt:

SELECT * FROM remote2k.dqtable.dbo.sqlvariantnotnull
--Remote2k is a loopback server.

Vor SP3 gab MSDE 2000 die folgende Fehlermeldung zurück:

Server: Msg 7356, Level 16, State 1, Line 1
OLE DB provider 'msdasql' supplied inconsistent metadata for a column.
Metadata information was changed at execution time.

MSDE 2000 SP3 oder höher, einschließlich MSDE 2000, Version A, gibt die folgende Fehlermeldung zurück:

Server: Msg 7356, Level 16, State 1, Line 1
OLE DB provider 'msdasql' supplied inconsistent metadata for a column.
Metadata information was changed at execution time.
OLE DB error trace [Non-interface error:  Column 'sql_variant' (compile-time
ordinal 3) of object '"dqtable"."dbo"."sqlvariantnotnull"' was reported
to have a DBCOLUMNFLAGS_ISFIXEDLENGTH of 16 at compile time and 0 at run time].

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4.1.2 Änderungen der Debuggingfunktionalität

In MSDE 2000, Version A, ist die Funktionalität zum Debuggen gespeicherter Prozeduren mit Microsoft Visual Studio® 6.0 und früher oder mit SQL Server Query Analyzer vor SP3 standardmäßig deaktiviert. Auch das Debuggen von Anwendungen (Anhalten bei einem Transact-SQL-Haltepunkt von SQL Server beim Debuggen einer Clientanwendung) ist standardmäßig deaktiviert. Um die Funktionalität zum Debuggen zu aktivieren, führen Sie sp_sdidebug aus und übergeben dabei den Parameter legacy_on. Um das Debuggen zu deaktivieren, übergeben Sie legacy_off an diese Prozedur.

Anmerkung  Es wird davon abgeraten, die gespeicherte Prozedur sp_sdidebug auf Produktionsservern auszuführen.

Weitere Informationen finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 328151.

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4.2 Erweiterungen bei der Replikation

In diesem Abschnitt werden die in MSDE 2000, Version A, enthaltenen Erweiterungen bei der SQL Server 2000-Replikation beschrieben.

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4.2.1 UPDATE-Anweisung für eindeutige Spalten bei der Transaktionsreplikation

Bei der Transaktionsreplikation werden UPDATE-Anweisungen normalerweise als Aktualisierungen repliziert. Wenn die Aktualisierung jedoch mindestens eine Spalte ändert, die Teil eines eindeutigen Indexes, eines gruppierten Indexes oder eines als UNIQUE-Einschränkung verwendeten Ausdrucks ist, wird die Aktualisierung auf dem Abonnenten als DELETE-Anweisung gefolgt von einer INSERT-Anweisung ausgeführt. Der Grund dafür ist, dass sich diese Art der Aktualisierung auf mehrere Zeilen auswirken kann und es zu einer Verletzung der Eindeutigkeit kommen kann, wenn die Aktualisierungen zeilenweise erfolgen.

Wenn sich die Aktualisierung nur auf eine Zeile auswirkt, besteht keine Möglichkeit, die Eindeutigkeit zu verletzen. Daher wurde das Ablaufverfolgungsflag 8207 zu SP1 oder höher hinzugefügt, um zu ermöglichen, dass Aktualisierungen einer eindeutigen Spalte, die sich nur auf eine Zeile auswirken, als UPDATE-Anweisungen repliziert werden. Diese Optimierung wurde speziell für Anwendungen hinzugefügt, die benutzerdefinierte UPDATE-Trigger auf dem Abonnenten installieren und die es erfordern, dass diese Trigger bei Aktualisierungen ausgelöst werden, die sich nur auf eine Zeile einer eindeutigen Spalte auswirken.

Um das Ablaufverfolgungsflag 8207 zu verwenden, müssen Sie es von der Befehlszeile aus (mittels sqlservr.exe -T8207) oder zur Laufzeit mithilfe von DBCC TRACEON(8207, -1) aktivieren, bevor der Protokolllese-Agent gestartet wird.

Wichtig  Typischerweise wird das Ablaufverfolgungsflag 8207 bei der Nur-Lesen-Transaktionsreplikation verwendet. Verwenden Sie dieses Ablaufverfolgungsflag nicht bei aktualisierbaren Abonnements, wenn UPDATE für Primärschlüssel auf dem Abonnenten auftreten kann.

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4.2.2 Einschränkungen bei nicht eindeutigen gruppierten Indizes

Es ist nicht möglich, einen nicht eindeutigen gruppierten Index für eine Tabelle zu erstellen, nachdem sie für die Transaktionsreplikation publiziert wurde. Vor dem Erstellen des Indexes müssen Sie zunächst alle Publikationen löschen, die die Tabelle einschließen.

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4.2.3 Anforderungsänderungen für das Anfügen oder Wiederherstellen einer Replikationsdatenbank

Unter den folgenden Bedingungen sollten Sie vor dem Anfügen oder Wiederherstellen einer publizierten Datenbank den Besitzer der Datenbank ändern und den integrierten Administratorbenutzernamen sa als Besitzer festlegen:

Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, sollten Sie die gespeicherte Prozedur sp_changedbowner für die angefügte oder wiederhergestellte Datenbank ausführen. Legen Sie als Besitzer den Benutzernamen sa fest, um sicherzustellen, dass die Replikation ordnungsgemäß funktioniert.

Anmerkung  Sie müssen Mitglied der festen Serverrolle sysadmin sein, um sp_changedbowner ausführen zu können.

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4.3 Erweiterungen des SQL Server-Agents

In diesem Abschnitt werden die in MSDE 2000, Version A, enthaltenen Erweiterungen des SQL Server-Agents beschrieben.

4.3.1 Protokollierung von Kontoinformationen durch den SQL Server-Agent

Im Auftragsverlauf des SQL Server-Agents wird nun das Windows-Konto aufgezeichnet, mit dem der jeweilige Auftragsschritt ausgeführt wird. Mit diesen Informationen können Administratoren Sicherheitsprobleme bei geplanten Aufträgen diagnostizieren, einschließlich geplanter Aufträge, die für die Replikation definiert sind, und DTS-Tasks (Data Transformation Services).

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4.3.2 Berechtigungsüberprüfung für den SQL Server-Agent

SQL Server überprüft nun, ob der Besitzer des Agent-Auftrags über die Berechtigung verfügt, Daten der einzelnen Aufträge an die Ausgabeprotokolldatei anzufügen oder diese zu überschreiben. Dies geschieht auf drei Arten:

In allen Fällen werden die Aufträge mit den Anmeldeinformationen des SQL Server-Agents geschrieben. In SQL Server wird jedoch jetzt mit diesem Testverfahren sichergestellt, dass der Benutzer über die Schreibberechtigungen für den ausgewählten Speicherort der Protokolldatei für die Auftragsausgabe auf dem Server verfügt. Im Auftragsverlauf werden Fehler angezeigt; die Auftragsschritte schlagen jedoch nicht fehl, wenn die Protokolldatei nicht geschrieben werden kann.

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4.3.3 MAPI-Profile für SQL Agent Mail

In der 32-Bit-Version von SQL Server 2000 kann SQL Agent Mail so konfiguriert werden, dass ein Extended MAPI-E-Mail-Profil zum Senden von E-Mail-Warnungen verwendet wird. Sie können eine E-Mail-Anwendung mit Extended MAPI, wie Microsoft Outlook, zum Erstellen eines Extended MAPI-Profils verwenden. In der 64-Bit-Version von SQL Server 2000 kann SQL Agent Mail nur Simple MAPI-Profile zum Senden von E-Mail-Warnungen verwenden. Verwenden Sie in der 32-Bit-Version von SQL Server 2000 keine Simple MAPI-Profile.

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4.4 DB-Library und Embedded SQL für C

Die APIs (Application Programming Interfaces, Schnittstellen für Anwendungsprogrammierung) DB-Library und Embedded SQL für C werden in SQL Server 2000 (einschließlich MSDE 2000, Version A) weiterhin unterstützt; zukünftige SQL Server-Versionen werden jedoch die Dateien nicht mehr enthalten, die zum Programmieren von Anwendungen mit diesen APIs erforderlich sind. Verbindungen von vorhandenen Anwendungen, die DB-Library und Embedded SQL für C verwenden, werden in der nächsten SQL Server-Version noch unterstützt; in zukünftigen Versionen wird diese Unterstützung jedoch nicht mehr vorhanden sein. Sie sollten diese Komponenten deshalb beim Schreiben neuer Anwendungen vermeiden. Ebenso sollten Sie beim Ändern vorhandener Anwendungen möglichst alle Abhängigkeiten von diesen Technologien entfernen. Statt DB-Library oder Embedded SQL für C können Sie ADO, OLE DB oder ODBC zum Zugreifen auf Daten in SQL Server verwenden. Weitere Informationen zu diesen Technologien finden Sie in der SQL Server-Onlinedokumentation.

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